Apple Smartphone

iPhone 6S und 6S Plus im Praxis- und Labortest

16.01.2016
Von Christian Möller

Man spart sich dann, die entsprechende Funktion nach dem Start in der App anzuwählen, wo sie teilweise ur schwer zu finden ist. In der Praxis muss man sich an 3D Touch erst gewöhnen. Immer wieder vergisst man, dass es jetzt nun einen einfacheren Weg gibt, um zum Ziel zu kommen. Hat man die Möglichkeiten aber erst mal intus, will man sie so schnell nicht wieder missen.

Farbraumvergleich mit sRGB
Farbraumvergleich mit sRGB

Im Labor messen wir die Möglichkeiten des Displays. Überraschungen gibt es dabei nicht. Der Farbaum deckt den sRGB-Standard fast zu 100 Prozent ab, die Helligkeit liegt bei über 400 cd/qm und als Kontrastwert ermitteln wir 1400:1 bis 1600:1. Damit ist das iPhone-Display den meisten Situationen in der Praxis gewachsen - auch in die pralle Sonne gehalten, kann man den Displayinhalt noch erkennen. Das war allerdings beim Vorgänger auch schon so. Also nichts Neues hier.

CPU und Grafikleistung

Viel Aufwand hat Apple in die CPU- und Grafikleistung gesteckt. Der A9-Chip soll bei Rechenarbeiten 70 Prozent schneller sein als der A8 im iPhone 6, und in puncto Grafikgeschwindigkeit soll er sogar 90 Prezent schneller sein. Wir messen es nach anhand von einschlägigen Benchmarks. Im CPU-intensiven Geekbench 3 messen wir 54 bis 58 Prozent mehr Leistung, 3D-Benchmarks mit GFXBench und 3Dmark ermitteln zwischen 64 und 87 Prozent mehr Leistung. Lediglich der Linpack-Test fällt aus dem Rahmen, hier ist der A9 sogar langsamer als der A8, was offensichtlich an einem Software-Problem der Linpack-App liegt. Erst ein Update dürfte dies eindeutig klären.

Im Linpack-Test ist der A9-Chip sogar etwas langsamer als der A8 aus dem iPhone 6. Das dürfte allerdings ein Software-Problem in der Linpack-App sein.
Im Linpack-Test ist der A9-Chip sogar etwas langsamer als der A8 aus dem iPhone 6. Das dürfte allerdings ein Software-Problem in der Linpack-App sein.

Deutlich praxisnähere Werte liefert der Jetstream-Benchmark, der die Geschwindigkeit von Javascript misst. Javascript ist ein hauptverantwortlicher Teil von modernen Webseiten, bestimmt also, wie schnell die Seiten aufgebaut werden und wie flott sie auf Eingaben reagieren. Auch hier messen wir einen Geschwindigkeitsvorteil von 64 Prozent zugunsten des iPhone 6S. Doch wir wollen es noch genauer wissen und messen die Ladezeiten von typischen Webseiten, wie beispielsweise macwelt.de oder tagesschau.de. Hier relativieren sich die Ergebnisse etwas, aber das iPhone 6S liegt mit 30 bis 44 Prozent kürzeren Ladezeit dennoch deutlich vorn. Insgesamt liegen die Geschwindigkeitswerte also tatsächlch in etwa in dem Bereich, den Apple angibt.

Gefühle Geschwindigkeit

Einen noch praxisrelevanteren Eindruck von der Geschwindigkeit eines Smartphones gibt die so genannte "gefühlte" Geschwindigkeit wieder. Wie schnell starten Apps? Wie lange dauert es, bis eine App auf eine Berührung reagiert? Dies lässt sich leider nur sehr schwer messen. Unser Eindruck ist: Im Vergleich um iPhone 6 fühlt sich das S-Modell insgesamt flotter, flüssiger und ruckfreier an. Der Unterschied ist aber nicht sonderlich groß, auch das iPhone 6 bleibt immer noch gut bedienbar.