Text-zu-Bild-Generator

Callin’Matt tritt gegen DALL-E an

03.03.2023
Von 
Martin Bayer ist Chefredakteur von COMPUTERWOCHE, CIO und CSO. Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP.
Mit Funktionen, die es Usern ermöglichen, ihre gewünschten Bildkreationen genau zu beschreiben, will Callin’Matt im Markt der Text-zu-Bild-Generatoren punkten.
Callin'Matt bietet Usern mit seinem Text-zu-Bild-Generator ein Vielzahl zusätzlicher Funktionen, um die eigenen Vorstellungen passgenauer umsetzen zu können.
Callin'Matt bietet Usern mit seinem Text-zu-Bild-Generator ein Vielzahl zusätzlicher Funktionen, um die eigenen Vorstellungen passgenauer umsetzen zu können.
Foto: Callin'Matt

Mit Callin'Matt geht ein neuer KI-basierter Text-zu-Bild-Generator an den Start. Das Tool basiert auf der LLM-Technologie (Large Language Models) und nutzt die Open-Source Stable-Diffusion-API, um die in natürlicher Sprache eingegebenen Anweisungen in Bilder zu übersetzen. Der DALL-E-Konkurrent soll Usern detailliertere Funktionen an die Hand geben, um ihre Kreationen passgenau umsetzen zu können, verspricht der Anbieter.

Mit dem "Enricher"-Tool lassen sich beispielsweise Eingabeaufforderungen automatisch erweitern. Anwenderinnen und Anwender könnten so Details für das zu schaffende Bild genau spezifizieren, um so optimale Ergebnisse zu erzielen. Für einen leichten Einstieg schlägt Callin'Matt zudem eine ganze Reihe von Beispielen für Gestaltungsbefehle (Prompts) vor und bietet außerdem eine Textbibliothek für eine gute Formulierung der Eingabebefehle.

Katzen im Weltraum

Mit dem Tool "Word Power" lassen sich einzelne Wortbedeutungen im Gesamtbefehl besonders stark betonen. So können User sicherstellen, dass die KI bestimmten Wörtern bei der Erstellung eines Bildes eine besonders große Aufmerksamkeit schenkt. Ein Beispiel: Wenn ein Gesamtbefehl lautet "Zeichne Katzen und Hunde im Astronautenkostüm" und das Tool Katzen stärker berücksichtigen soll, kann der Fokus auf eben dieses Wort gesetzt werden.

Neben den individuell anpassbaren Eingabeeinstellungen können Nutzer auch Illustrationsstile, Genres, fotografische Effekte, Kamerawinkel und Stile bestimmter Künstlerinnen und Künstler auswählen und nachahmen. Außerdem lassen sich Farben individuell einstellen. Bei der Auswahl der Farbe eines Gegenstands oder auch der eines Hintergrunds bietet das Tool jeweils eine personalisiert zusammengestellte Farbpalette an. Außerdem lassen sich auch bei einem bereits generierten Bild weitere Objekte hinzufügen, indem weitere Wörter in die Eingabeaufforderung eingegeben werden können.

Shutterstock will KI-generierte Bilder verkaufen

Vom Frühbarock ins KI-Zeitalter

Der Name Callin'Matt ist laut Anbieter angelehnt an Michelangelo Merisi da Caravaggios Gemälde "Die Berufung des heiligen Matthäus", das der italienische Künstler des Frühbarock um 1600 herum malte. Das Bild ist eines der bekanntesten Gemälde Caravaggios und gilt vor allem wegen seiner Lichtkomposition als bahnbrechend in der Kunstgeschichte.

Caravaggios Berufung des heiligen Matthäus galt im Frühbarock um 1600 als wegweisend wegen seiner neuen Lichtkomposition.
Caravaggios Berufung des heiligen Matthäus galt im Frühbarock um 1600 als wegweisend wegen seiner neuen Lichtkomposition.
Foto: frei

Daran hoffen wohl die Macher von Callin'Matt anknüpfen zu können. Das Tool ist ab sofort in einer Betaversion verfügbar. Interessierte können Callin'Matt testen und erhalten zum Start 100 Frei-Credits. Über die spätere Preisgestaltung liegen noch keine Informationen vor.