Excel

Zufallszahlen mit neuer Zufallsmatrix generieren

04.10.2021
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Auch in älteren Excel-Versionen lassen sich zwar Zufallszahlen erzeugen. Doch wer Microsoft 365 nutzt, kann auf ein noch mächtigeres Feature zugreifen.

Das in der Abo-Version von Microsoft Office enthaltene Excel bietet eine äußerst flexible Funktion namens ZUFALLSMATRIX. Es handelt sich hierbei um ein dynamisches Array, das einige Besonderheiten mit sich bringt, auf die wir weiter unten eingehen.

Die grundlegende Syntax sieht folgendermaßen aus:

=ZUFALLSMATRIX(Zeilen; Spalten; min; max; ganze_Zahl)

Alle fünf Argumente sind optional. Wenn Sie also nichts weiter angeben, wird lediglich eine Dezimalzahl zwischen 0 und 1 erzeugt:

=ZUFALLSMATRIX()

Das entspricht der Funktion ZUFALLSZAHL in älteren Excel-Versionen. Um die Vorteile der neuen Formel zu nutzen, sollten Sie daher auch die anderen Stellschrauben kennen.

Mit den ersten beiden Argumenten legen Sie fest, wie viele Zeilen und Spalten Sie mit Zufallswerten füllen wollen. Wenn Sie Werte für min und max angeben, bestimmen Sie zudem die untere und obere Grenze der Zufallszahlen. Das Argument ganze_Zahl schließlich kann die Werte WAHR (beziehungsweise 1) oder FALSCH (beziehungsweise 0) annehmen. Damit weisen Sie Excel an, eine ganze Zahl oder eine Dezimalzahl auszugeben.

Wollen Sie zum Beispiel Zufallszahlen als ganzzahlige Werte in zehn Zeilen und sechs Spalten generieren, die zwischen 1 und 49 liegen, hilft folgende Formel:

=ZUFALLSMATRIX(10; 6; 1; 49; Wahr)

Lottozahlen lassen sich auf diese Weise allerdings nur bedingt erzeugen, da hierbei auch doppelte Werte vorkommen können.

Die Stärke der Array-Funktion liegt darin, dass Sie die Formel nur in einer einzigen Zelle eintragen müssen. Die Matrix dehnt sich dann automatisch genau so weit aus, wie es aufgrund der Argumente erforderlich ist. Dieses dynamische Verhalten kann allerdings auch schnell zu einem Fehler führen.

Das ist der Fall, wenn sich in den umliegenden Zellen, die die Funktion mit Werten füllen will, bereits andere Einträge befinden. Excel überschreibt diese nicht kommentarlos, sondern gibt stattdessen die Meldung #ÜBERLAUF! aus. Sobald Sie die im Weg stehenden Inhalte an eine andere Stelle verschieben, ist das Problem aber auch schon gelöst.

Falls Sie einen Parameter in der Formel ändern möchten, lässt sich das lediglich in der Zelle durchführen, in der Sie die Matrixfunktion eingetragen haben. Bei allen anderen Zellen wird die Formel in der Bearbeitungszeile ausgegraut dargestellt.

Produkte: Der Trick funktioniert mit Microsoft Excel 365 (Version 2108) für Windows. In anderen Versionen kann die Vorgehensweise abweichen. (ad)