Die Weiterempfehlungs-Maschine
Jeder kennt die Knöpfe, die unter vielen Artikeln stehen, mit denen sich Inhalte auf den sozialen Plattformen weiterempfehlen lassen. Auch diese Funktion ist in Blog-Systemen wie Wordpress schon an Bord, sie muss nur noch eingeschaltet werden. Wer ein CMS ohne Empfehlungs-Feature einsetzt, kann auf die Share-Buttons von Addthis zurückgreifen. Das "Teilen"-Feature ist mittlerweile ein obligatorisches Mittel, um einen Artikel oder ein Foto von einer Website bekannt zu machen.
Was sich immer lohnt, ist ein Blick in die Entwickler-Abteilung eines Social Network. Weil auch dessen Anbieter daran interessiert ist, auf möglichst vielen Websites präsent zu sein, gibt es Unmengen von Embed-Optionen, die sich per Quellcode-Copy-and-Paste verwenden lassen. Facebook beispielsweise bietet eine ganze Reihe hochinteressanter Social Plug-Ins, die zwar aus Sicht von Datenschützern oft fragwürdig sind, aber eine Menge Potenzial für den eigenen Webauftritt bieten. So lassen sich Facebook-Postings direkt in die eigene Website einbinden, umgekehrt Website-Beiträge liken, per Facebook kommentieren oder Inhalte ohne Umweg an Facebook-Freunde versenden.
Fans und Follower gewinnen
Die Standardformel ist ganz einfach: Masse statt Klasse. Je mehr Fans und Follower sich zusammenfinden, desto größer ist die Chance, einige davon auf die eigene Website zu lenken, desto höher die Zugriffszahlen und desto erfolgreicher der Webauftritt. Daher machen sich Maßnahmen zur Gewinnung von Fans und Verfolgern bezahlt.
Die Plattform, auf der sich derzeit am effizientesten und einfachsten das Publikum erweitern lässt, ist Facebook. Facebook-Fanseiten sind zwar komplett kostenlos, doch viele Firmen mussten schon feststellen, dass ihre Fanzahlen trotz guter Inhalte und gründlicher Pflege nur langsam vor sich hindümpeln. Ein Grund dafür ist Facebooks Algorithmus, der bestimmt, welche Inhalte überhaupt in den Hauptmeldungen der Fans gezeigt werden. Facebook blendet Vieles - vermutlich weniger Interessantes - automatisch aus. Beiträge von den Freunden und Firmenseiten, mit denen der Facebook-Nutzer mehr interagiert (kommentiert, "Gefällt mir" klickt…), werden höher eingestuft und erscheinen eher im normalen Nachrichtenstrom des Nutzers.
Ein Mittel, möglichst präsent zu bleiben, ist es deshalb, die Nutzer zur Interaktion aufzufordern. Das darf man jedoch nicht übertreiben - zu plumpes und ständiges "like, kommentiere oder teile mich" wird von den dauerüberfütterten Facebook-Lesern schnell ignoriert - oder schlimmstenfalls dazu verwendet, einen Nachrichtenfeed komplett auszublenden respektive eine Firmenseite zu "unliken".
- erwaehnung
Die Anwendung „mention“ mit dem etwas unglücklichem deutschen Namen „Erwaehnung“: Sie steht als Web-Anwendung oder wie hier auch als Windows-Programm bereit. Die versprochene Android-App konnten wir auf einem deutschen Nexus Tablet nicht installieren. - Alarmmeldungen
Durchsucht das Web nach genau vorgegebenen Suchbegriffen und einigen Regeln: Der Anwender kann in der freien Version drei dieser „Alarmmeldungen“ definieren. - Gesucht, gefunden
Die einfachste Art, einen Alarm zu setzen und die Meldungen mit Hilfe von „Erwaehnung“ zu verfolgen: Es wird einfach nach einer bestimmten Zeichenkette (beispielsweise einem Namen) in den ausgewählten Quellen gefunden und angezeigt. - PDF-Export
Was uns an „Erwaehnung“ gut gefallen hat: Erstellte Statistiken und Reports lassen sich schnell und einfach in PDF-Dateien exportieren. - TwentyFeet
Aus der „hohen Sicht“ der Giraffe: TwentyFeet bietet dem Anwender eine Übersicht über seine Tätigkeiten im Netz – dabei steht ihm die Auswertung eines Twitter- und eines Facebook-Kontos kostenlos zur Verfügung. - Auswertungen
Wer umfangreiche Informationen auswerten will, der muss einer Anwendung den Zugriff auf seine Konten erlauben: Das ist bei TwentyFeet nicht anders als bei vielen anderen Anwendungen und Web-Seiten rund um dieses Thema. - Kritische Stelle
An dieser Stelle kann es kritisch werden – jedenfalls für sicherheitsbewusste Anwender: Eine Analyse-Software wie TwentyFeet möchte viele Rechte eingeräumt auf das Anwenderkonto eingeräumt bekommen. - Umfangreich
Kann bei der Auswertung von Social-Media-Kanälen einen guten Überblick gewähren: Neben den Indikatoren zum Einfluss des Nutzers (der sich auch anhand der Retweets ausmachen lässt), stellt TwentyFeet eine Menge andere Daten zur Verfügung. - SproutSocial
Ist zwar nicht kostenlos, SproutSocial bietet aber in allen verfügbaren Ausprägungen die Möglichkeit, diese Features für 30 Tage ohne Einschränkungen zu testen. - Dashboard
Ein „Dashboard“ gehört bei fast allen Lösung zum Monitoring und Überwachen von Social Media dazu: Da macht auch Sprout Social keine Ausnahme – allerdings muss der Nutzer hier zunächst mal einen Überblick gewinnen. - Mobile Monitoring
Hinein in den Nachrichtenstrom: Mit Hilfe der Android-App von SproutSocial können Anwender nicht nur auswerten, einen News Stream auch mobil beobachten und auswerten. - SocialMotus
Der Nutzer kann sich auch bei "SocialMotus" mit Twitter, Facebook und LinkedIn verbinden – etwas „exotischere“ Kanäle wie Google+ bleiben leider außen vor. - Rechte abtreten
Ist ebenfalls bei allen Werkzeugen für Social Media notwendig: Der Anwendung – wie hier SocialMotus beim Zugriff auf LinkedIn – müssen weitreichende Rechte eingeräumt werden - Twitter-Analyse
Gute Analysemethoden für Twitter: Beim Einsatz von SociaMotus sehr genau nachverfolgen (und damit bewerten), welche Aktivitäten bei einem Twitter-Account ablaufen. - Facebook-Analyse
Das Portal SocialMotus kann dann auch im Namen des Nutzers auf Facebook posten: Durch einen Klick auf den gleichen Hinweis „SocialMotus“ wird das dann auch deutlicher. - Tweetdeck
Nicht unbedingt das ideale Analyse-Tool: Aber für den Überblick und die Verwaltung mehrerer Twitter-Accounts lässt sich auch das kostenlose Tweetdeck gut einsetzen – zumal auch hier mit Filtern gearbeitet werden kann. - MetroTwit for Windows 8
Twittern auch im „Kachel-Stil“: Mit „MetroTwit for Windows 8“ steht eine Lösung bereit, die sich dann auch leichter auf Tablets bedienen lässt. Allerdings kann in der freien Version nur ein Konto verwaltet werden. - Der wichtige Security-Tipp zum Schluss
Werden die verschiedenen Analyse- und Überwachungswerkzeuge nicht mehr gebraucht, so ist es Pflicht, diesen Programmen in den Einstellungen (hier am Beispiel Twitter gezeigt) wieder den Zugriff zu verwehren.
Reichweite gefällig?
Wahre Wunder bewirken in vielen Fällen etwas Budget für gesponserte Beiträge oder die Seitenwerbung. Dabei geht es nicht um große Kampagnen, die fünfstellige Investitionssummen verschlingen, sondern nur um kleine Beträge, mit denen sich das Publikum leicht erweitern lässt. So können mit Facebook-Posts, die auf "organische" Weise (also ohne Zuhilfenahme von Werbemaßnahmen) ein paar hundert Leser erreichen würden, mit den per Voreinstellung vorgeschlagenen elf Euro schon eine Reichweite im tausendfachen Bereich erzielen.
Facebook gibt hierfür schon im Klappmenü eine Prognose ab, die meistens erstaunlich exakt auch erreicht wird. Praktisch ist auch, dass sich genau bestimmen lässt, wer mit dem hervorgehobenen Inhalt angesprochen werden soll: So lassen sich etwa die Freunde der bestehenden Fans, die oft natürlich ähnliche Interessen haben, anpeilen. Aber auch bestimmte Altersgruppen, oder nur Nutzer aus einem Ort oder mit definierten Interessen, sind gezielt ansprechbar. Die zweite Möglichkeit für eine Promotion ist, keinen bestimmten Beitrag, sondern die ganze Seite zu bewerben (zu finden unter "Publikum erweitern > Seite bewerben...). Hier wird die Seite den angepeilten Nutzern zum "Gefällt mir"-Klicken angeboten. Es lassen sich sowohl die Dauer der Kampagne als auch ein tägliches Budget angeben.
Beide Methoden sind sehr effizient, um sein Publikum zu erweitern. Die Schätzungen von Facebook für die täglich gewonnenen Fans werden meistens erreicht - zu überschaubaren Kosten. Es lässt sich natürlich auch mit beiden Mitteln gleichzeitig arbeiten.
Bei Google+ lassen ähnliche Möglichkeiten leider noch auf sich warten, immerhin sind aber seit einem Jahr auch Firmenseiten möglich. Twitter bietet zwar auch schon gesponserte Posts, bügelt derzeit aber Interessenten mit einem geplanten monatlichen Werbebudget unter 5000 Dollar noch mit einer lapidaren Meldung ab, man habe derzeit keine passenden Angebotsformate im Programm. Beide müssen in Sachen einfach zugänglicher Werbung noch deutlich nachlegen, um den Bedienkomfort und die Zugänglichkeit der Werbeformate der Marketingmaschine Facebook zu erreichen. (sh)