Great Place to Work Sieger aus Münster

Die bessere Idee gewinnt bei orderbase

20.03.2019
Von 
Ingrid Weidner arbeitet als freie Journalistin in München.
Mit Respekt, Toleranz und Vertrauen möchte Robert Holtstiege die familiäre Atmosphäre in seinem schnell wachsenden Unternehmen erhalten. Das Engagement für die Mitarbeiter trägt Früchte: Orderbase Consulting schaffte es bei Great Place to Work auf den ersten Platz unter den Firmen in der Kategorie 50 bis 100 Mitarbeiter.

Vor 20 Jahren gründete Robert Holtstiege gemeinsam mit seiner Frau das Softwarehaus in Münster. Dem Kellerbüro ist die Firma längst entwachsen. 2012 bezog Orderbase Consulting ein für sie gebautes Firmengebäude, das inzwischen zu einem Campus erweitert wurde.

orderbase consulting wurde bereits mehrfach als einer der besten ITK-Arbeitgeber ausgezeichnet, dieses Jahr schafften die Münsteraner im Great Place to Work Wettbewerb den Sprung auf Platz 1 in der Größenklase 50 bis 100 Mitarbeiter.
orderbase consulting wurde bereits mehrfach als einer der besten ITK-Arbeitgeber ausgezeichnet, dieses Jahr schafften die Münsteraner im Great Place to Work Wettbewerb den Sprung auf Platz 1 in der Größenklase 50 bis 100 Mitarbeiter.
Foto: orderbase consulting GmbH

Moderne Büroräume, Dachterrasse sowie ein Meeting Center für Konferenzen, Präsentationen und Feste, schafft für die mehr als 65 Mitarbeiter ein ansprechendes Arbeitsumfeld. Und weil Münster eine der fahrradfreundlichsten Städte ist, gibt es auch einen überdachten Abstellplatz für Velos sowie Duschen für die Mitarbeiter. Jedes Jahr heuern zwischen fünf bis zehn neue Kolleginnen und Kollegen an. Die meisten Bewerber kommen von den Universitäten und Fachhochschulen aus dem Münsterland.

Den Wettbewerb "Great Place to Work" schätzt Holtstiege als unabhängiges und neutrales Feedback. "Wir haben früher viele Aspekte unserer Unternehmenskultur intuitiv entwickelt und heute systematisiert. Über das Feedback der Mitarbeiter sehen wir, ob unsere Ideen auch ankommen", sagt Holtstiege. Die familiäre, partnerschaftliche, von Respekt und Toleranz getragene Unternehmenskultur soll mit dem Unternehmen mitwachsen, das ist Holtstiege ganz wichtig.

Happy Monday - gemeinsam entscheiden

Jeden zweiten Montag, dem Happy Monday, wie die Veranstaltung heißt, treffen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen. Neben Feedback-Runden diskutiert die Geschäftsleitung mit den Mitarbeitern neue Ideen, aus denen Arbeitsgruppen Konzepte entwickeln.

Robert Holtstiege, orderbase: "Über sechs bis acht Wochen vertiefen die Arbeitsgruppen die Themen und erstellen konkrete Vorschläge. Die Geschäftsleitung hat ein Vetorecht, bevor etwas umgesetzt wird."
Robert Holtstiege, orderbase: "Über sechs bis acht Wochen vertiefen die Arbeitsgruppen die Themen und erstellen konkrete Vorschläge. Die Geschäftsleitung hat ein Vetorecht, bevor etwas umgesetzt wird."
Foto: orderbase consulting GmbH

"Über sechs bis acht Wochen vertiefen die Arbeitsgruppen die Themen und erstellen konkrete Vorschläge. Das können neue Produkte oder auch Formen der Mitbestimmung sein", erläutert Holtstiege und fügt hinzu: "Die Geschäftsleitung hat ein Vetorecht, bevor etwas umgesetzt wird." Aber grundsätzlich gilt: "Die beste Idee gewinnt", das sieht Holtstiege ganz sportlich und fügt hinzu: "Chefs sind hier keine Vorturner".

Zwar scheiterte die firmeneigene Kita an zu wenigen Kleinkindern, doch aus der Idee entwickelte sich der Plan für ein Eltern-Kind-Büro. Finden Mütter oder Väter kein anderes Betreuungsangebot, können sie ihre Kleinen mit in die Firma bringen und dort arbeiten. "Wir sehen das Eltern-Kind-Büro als Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Vätern und Müttern", sagt Holtstiege.

Bezahlbarer Wohnraum im Münsterland

Münster gilt als attraktive, mittelgroße Stadt mit viel Lebensqualität. Auch wenn dort die Mieten steigen, finden Familien im Münsterland noch bezahlbaren Wohnraum, wie Holtstiege erzählt. Mit "Aufwachsen in einer Parklandschaft" wirbt der Manager für die Region.

Security: Datenleck "Mitarbeiter"

Orderbase Consulting unterstützt seine Angestellten auch dabei, sich sozial zu engagieren. Jeder erhält ein Budget von 500 Euro pro Jahr, das die Mitarbeiter für ein soziales Projekt ihrer Wahl einsetzen können. Manche greifen ihrem Fußballverein unter die Arme, andere spenden für eine Kita oder unterstützen ein Hospiz. "Wenn die Mitarbeiter ihre Projekte vorstellen, gibt es schon mal Gänsehautmomente. Diese sozialen Kompetenzen zu fördern ist uns wichtig." Mit Projektwochen für Informatik und Technik engagiert sich Orderbase auch an Schulen, um früh Begeisterung für Mint-Fächer zu wecken.

Auch wenn die Münsteraner ihren Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz sowie eine gute Aus- und Weiterbildung bieten, ziehen manche IT-Experten weiter, beispielsweise zu Google. "Das konnte ich verstehen. Ich war dort mal zu Besuch und war tief beeindruckt. Was Google seinen Mitarbeitern bietet, das möchte ich auch bei uns im Mittelstand umsetzen", legt Holtstiege die Messlatte ziemlich hoch.

Heft der Sieger zum kostenlosen Download

Great Place to Work, das Heft der Sieger.
Great Place to Work, das Heft der Sieger.
Foto: IDG

Insgesamt 37 der besten ITK-Arbeitgeber stellen sich in dem Heft vor und erzählen, für welche Bewerber sie Jobs haben, was sie ihnen bieten und warum die Mitarbeiter, die schon an Bord sind, die Arbeitskultur schätzen.

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