Denial of Service

Die 6 größten DDoS-Attacken

29.09.2017
Von  und
George schreibt für unsere US-Schwesterpublikation CSO Online.


Florian Maier beschäftigt sich mit diversen Themen rund um Technologie und Management.

DDoS als Hacktivismus-Tool

Im Januar 2008 kommt es zur Konfrontation zwischen dem Hacker-Kollektiv Anonymous und der Church of Scientology. Auslöser ist ein Video mit Hollywood-Star Tom Cruise, das die Sekte aus dem Netz entfernen will.

Für seine Offensive gegen Scientology fährt Anonymous verschiedene Angriffe: Neben DDoS-Attacken auf Webpräsenzen werden auch interne Dokumente "geleakt", Informationskampagnen angestoßen und zahlreiche Pranks erdacht. Es ist einer der ersten spontanen Akte von Hacktivismus.

Distributed Denial of Service als Politikum?

Zwischen 2012 und 2013 werden mindestens 26 US-Finanzinstitute von Traffic-Tornados ereilt. Die Verantwortung für die DDoS-Attacken übernimmt eine Gruppe, die sich selbst "Izz ad-Din al-Quassam Cyber Fighters" nennt. Die US-Geheimdienste gehen allerdings davon aus, dass es sich um eine gezielte Racheaktion für die Verhängung von US-Sanktionen gegen den Iran handelt.

Betroffen sind von den DDoS-Angriffen unter anderem die Institute Bank of America, Capital One, Chase, Citibank, ONC Bank und Wells Fargo. Und obwohl der Angriff mit einer Stärke von 65 GBps im Vergleich zu heutigen Attacken schwach ausfällt: Er bringt die Abläufe bei den Banken nachhaltig durcheinander. Erst nach sechs Monaten läuft alles wieder einigermaßen rund.

Mirai und die neue DDoS-Latte

Mit Hilfe der Mirai Malware wird der bislang größte DDoS-Angriff aller Zeiten möglich. Die Malware scannt das Netz auf ungesicherte IoT-Devices und infiziert diese. So werden mit Hilfe von bis zu 500.000 kompromittierten Geräten DDoS-Attacken mit über 1 Tb/s möglich.

Aufgedeckt wird das Mirai-Botnetz im August 2016 vom Security-Anbieter MalwareMustDie. Mirai ist demnach unter anderem verantwortlich für den Angriff auf die Website von Security-Koryphäe Brian Krebs und die Attacke auf den DNS-Provider Dyn. Letztgenannter Hack sorgt dafür, dass die Webpräsenzen von Airbnb, GitHub, Netflix, Reddit und Twitter über längere Zeit nicht erreichbar sind.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer US-Schwesterpublikation CSO Online.