Fürs Home-Office

Die 10 besten Macbook-Monitore

16.04.2023
Von Christian Rentrop und
Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.
Wir stellen Ihnen die 10 besten Macbook-Monitore für zu Hause vor.

Arbeitet man im Home-Office den ganzen Tag an einem Laptop, vermisst mancher bald seinen alten, aber ergonomischen Büro-Monitor: Klar, das gesamte Macbook-Lineup ist zwar mit hervorragenden Retina-Bildschirmen ausgestattet, doch sind die für dauerhaftes Arbeiten oft zu klein. So gilt für viele Nutzer: Größer ist besser - weshalb kein Macbook-Nutzer auf einen externen Bildschirm samt Maus und Tastatur verzichten sollte. Die folgenden Monitor-Modelle eignen sich ideal für den Mac oder Ihr neues Macbook Air.

Apple Studio Display 27"

Pro

  • Elegantes Design

  • Gute Bildqualität

  • Gute Lautsprecher

  • Webcam mit Center Stage

Kontra

  • Hoher Preis

  • Kein HDR oder ProMotion (wie alle hier aufgelisteten Monitore)

  • Standfuß oder Netzkabel nicht vom Nutzer wechselbar

Für einen Mac-Nutzer ist eigentlich das Apple Studio Display die erste Wahl. Das elegante und hochwertige 5K-Display bietet eine hohe Auflösung und optimale Mac-Unterstützung. Erstklassig sind die integrierten Lautsprecher, auch die Webcam ist sehr nützlich. Center Stage wird von ihr unterstützt, was bei Videokonferenzen Vorteile bietet. Hervorragend sind außerdem die Helligkeit und Farbgenauigkeit.

Wäre da nicht der Preis. Ein Display mit dem Standardglas und dem neigungsverstellbaren Ständer oder einer VESA-Halterung kostet 1749 Euro. Das ist schon viel, und wenn man noch 460 Euro für den neigungs- und höhenverstellbaren Ständer und/oder 250 Euro für das Nano-Textur-Glas hinzurechnet, kann man bis zu 2499 Euro bezahlen. Ob es den Preis wert ist, hängt davon ab, was Sie brauchen und was Sie wollen. Wenn Sie ein Produktionsdisplay benötigen, aber nicht das Geld für ein Pro Display XDR haben (das kostet ab 5499 Euro), ist das Studio Display die richtige Wahl. Wenn Sie ein normaler Benutzer sind, der gelegentlich Videos in iMovie erstellt und leichte Fotobearbeitungen oder andere kreative Arbeiten vornimmt, wird Ihnen das Studio Display gefallen, aber Sie können ein paar Euro sparen, indem Sie sich für ein Nicht-Apple-Display entscheiden. Falls Sie aber unbedingt das neueste Design von Apple haben wollen, gibt es keinen Ersatz. Hier geht es zu unserem ausführlichen Test.

Dell UltraSharp U3223QE 27"

Pro

  • Gute Bildqualität

  • Hohe Farbgenauigkeit

  • 90W Ladeleistung

Kontra

  • Hoher Preis

Speziell an Foto- und Videografen richtet sich der U2723QE, der aus der professionellen UltraSharp-Baureihe stammt. Wie oft üblich können Sie auch bei diesem Modell zwischen einer Version mit 27 (U2723QE) oder 32 Zoll (U3223QE) wählen. Die Besonderheit ist ein besonders hoher Farbraum mit Abdeckung des P3-Farbraums von 98 Prozent, sRGB wird zu 100 Prozent abgedeckt und ein Kontrast von 2000:1. Ein Vorteil: Bis zu 90 W liefert der Monitor per USB-C, genug für ein großes Macbook Pro.

BenQ PD3220U 32

Pro

  • sehr gute Bildqualität

  • großer Farbraum

  • sehr viele Anschlüsse

  • schlanker Rahmen

Kontra

  • keine Hardwarekalibrierung

  • schwache Helligkeitsverteilung

Bei einem Preis von 1149,- Euro bekommt man viel Leistung, 4K auf 32 Zoll mit der Farbraumabdeckung von 95% DCI-P3 und 100% Rec.709 bieten nur wenige Mitbewerber. Das schlanke Design erfreut den Anblick ebenso, wie das angenehme Bild beim Blick auf die Bildfläche. Kreative Arbeit macht somit Spaß, weil sie nicht stresst. Der PD3220U ist ein empfehlenswerter Monitor für alle Medienschaffende, die auf einen Monitor mit dem größeren AdobeRGB-Farbraum verzichten können und dadurch Geld sparen möchten. Eine Version mit 27-Zoll Bildschirm ist ebenfalls verfügbar.

Unseren vollständigen Testbericht lesen Sie hier.

Dell S2722QC 27"

Pro

  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis Hohe

  • Bildqualität Mattes Display

Kontra

  • Probleme mit der Mac-Kompatibilität

  • Nicht für farbverbindliches Arbeiten ausgelegt

Ein interessanter Dell-Monitor mit 4K-Panel und USB-C-Unterstützung ist der relativ günstige S2722QC. Der 27-Zoll-Monitor bietet ein höhenverstellbares Gehäuse, liefert bis zu 65 Watt für Macbooks und kann sowohl per USB-C als auch über zwei HDMI-Schnittstellen angesteuert werden. Zielgruppe sind Heim- und Büroanwender, gegenüber dem höherklassigen und dem viel teureren UltraSharp U2720Q muss man etwa auf hohe Farbraumabdeckung verzichten. Dafür erhält man aber ein mattes und wenig spiegelndes Display. Listenpreis ist bei Dell 521 Euro, er ist aber im Fachhandel deutlich günstiger zu haben. Eine günstigere Version mit WQHD-Auflösung gibt es ebenso. Hinweis: Bei der Nutzung kann ist nach unserer Erfahrung notwendig, die Bildwiederholrate fest auf 60 Hz zu stellen. Wie bei anderen Monitoren haben ARM-Macs ein Problem mit variablen Bildraten.

Eizo FlexScan EV3895 38" schwarz

Pro

  • Sehr viel Bildschirmfläche

  • Gute Bildqualität

Kontra

  • Relativ niedrige Auflösung

  • Hoher Preis

Soll der Bildschirm etwa größer sein und auch 32-Zoll sind nicht genug? Dann ist Eizos neuer EV3895 eine interessante Lösung, das Curved Display bietet ein sehr breites Seitenformat mit 37,5-Zoll und 3840 x 1600 Pixeln. Ein Vorteil bei Eizo: Probleme mit aktuellen Macs werden vom Hersteller gut dokumentiert und gelöst. So sollten ab Monterey viele frühere Probleme behoben sein. Listenpreis sind 1.797 Euro, wahlweise in Schwarz oder Weiß.

Dell Ultrasharp U2421E

Pro

  • USB-Docking-Station

  • Gutes Display 90W Ladeleistng

Kontra

  • Begrenzte Helligkeit

Nicht jeder hat Platz für einen 27-Zoll-Monitor oder bevorzugt einen kompakteren Bildschirm. Der elegante Dell Ultrasharp U2421E bietet ein schickes Design und eignet sich perfekt für diejenigen, die ein MacBook mit USB-C/Thunderbolt-Anschluss besitzen. Er ist groß genug für allgemeine Büroarbeiten und eine gute Option für alle, die einen Laptop als tägliches Arbeitspferd verwenden. Er sieht professionell und fast wie von Apple aus, und dank des Stützarms lässt er sich ausgiebig drehen und neigen. Es hat auch eine gute Farbdarstellung mit nahezu 100 Prozent sRGB-Abdeckung und 83 % des P3-Farbraums. Wichtig: Über USB-C angeschlossen, kann es ein Macbook mit bis zu 90 W aufladen.

Eizo FlexScan EV2785 27" weiß

Pro

  • Hohe Auflösung

  • Gute Bildqualität

  • Guter Monitorständer

Kontra

  • Nicht für farbverbindliches Arbeiten

  • Nur bis zu 60W Ladeleistung

Neben den teuren Profi-Monitoren für farbkritisches Arbeiten bietet Eizo speziell für Office-Anwender gedachte Monitore der Linie Flexscan. Eines der Topmodelle ist der EV2785, den es mit 4K-Auflösung für 1.038 Euro gibt. Bis zu 60 W können per USB-C übertragen werden, Besonderheiten sind ein sehr schmaler Monitorrand und ein sehr gut einstellbarer Monitorständer. Eizo hat einen guten Ruf, was Verarbeitung und Service betrifft, ist allerdings auch relativ teuer. Mit dem EV3285 gibt es eine Version mit 32-Zoll-Bildschirm.

Asus ProArt PA279CV 27"

Pro

  • Gute Bildqualität

  • Hohe Farbgenauigkeit

  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Kontra

  • Einfallsloses Design

Stärke des Asus Pro Art PA279CV ist die gute Farbgenauigkeit, richtet sich doch die ProArt-Linie von Asus an Content-Creator. Zu bieten hat der Monitor auch exakte Gamma-Presets und ein Lineal am Bildschirmrand. 65 W-Ladeleistung werden per USB-C geboten, zu wenig für ein Macbook Pro 16-Zoll. Das Design und Material sind allerdings eher zweckmäßig als elegant. Es gibt auch eine Version mit 32-Zoll-Display namens PA329CV, die ganze 90W bereitstellt.