Generative AI

Dell und NVIDIA mit Rundum-Glücklich-Paket

31.07.2023
Von 
Heinrich Vaske ist Editorial Director a.D. von COMPUTERWOCHE, CIO und CSO.
Dell nutzt den Hype um generative KI und kündigt in Zusammenarbeit mit NVIDIA die „Dell Generative AI Solutions“ an.
Jeff Clarke, Co-COO und Vice Chairman von Dell Technologies, läutet die Generative-AI-Zukunft ein.
Jeff Clarke, Co-COO und Vice Chairman von Dell Technologies, läutet die Generative-AI-Zukunft ein.
Foto: Dell Technologies

Die Zusammenarbeit von Dell Technologies und NVIDIA in Sachen Generative AI (GenAI) trägt erste Früchte. Aufsetzend auf seiner Projekt-Helix-Ankündigung vom Mai hat Dell ein Paket aus Infrastruktur, Workstations und Services geschnürt. Anwender sollen damit einen einfacheren Zugang zu GenAI und zu Large Language Modells (LLMs) erhalten.

"Generative AI stellt einen Wendepunkt dar, der das Innovationstempo grundlegend beschleunigen, das Kundenerlebnis verbessern und neue Arbeitsweisen ermöglichen wird", sagte Jeff Clarke, Vice Chairman und Co-Chief Operating Officer von Dell. Das Paket biete die Möglichkeit, KI in alle Kerngeschäftsprozesse einzubinden. Manuvir Das, bei NVIDIA für das Enterprise Computing verantwortlich, ergänzte, Unternehmen würden jetzt damit beginnen, mithilfe von GenAI ihre Daten in intelligente Anwendungen umzuwandeln, um damit komplexe geschäftliche Herausforderungen anzugehen.

Dell bündelt Hardware und Services

Die Dell Generative AI Solutions bündeln Server, Workstations, Storage-Systeme und Services, um GenAI-Lösungen zu ermöglichen, die Desktops, das eigene Rechenzentrum, Edge-Standorte und auch öffentlichen Cloud-Umgebungen einbeziehen. Beispielsweise wurden Dell-Server der Reihe PowerEdge XE9680 mit leistungsfähigen NVIDIA-H100-GPUs ausgestattet, die für generative KI-Anwendungen optimiert sind.

Gemeinsam mit dem Prozessorspezialisten hat Dell auch das Validated Design for Generative AI with NVIDIA entwickelt, ein Inferencing-Blueprint, mit dem Unternehmen eine "modulare, sichere und skalierbare Plattform für GenAI" erhalten sollen. Die Partner gehen damit das Problem an, dass es für herkömmliche Inferenz-Ansätze bisher schwierig war, LLMs für Echtzeit-Ergebnisse zu skalieren und sicherzustellen, dass die Daten problemlos von der KI-Infrastruktur genutzt werden können. Nun könnten Kunden auf der Basis ihrer eigenen Daten GenAI-Projekte anhand bewährter Konfigurationen umsetzen und Anwendungen in Bereich Kundenbetrieb, Content-Erstellung, Software-Entwicklung und Vertrieb zeitnah anpassen und skalieren.

Services von der Strategie bis hin zur Implementierung

Die zweite Ankündigung betrifft die Dell Professional Services. Dell bietet zusätzliche Dienstleistungen an, um Kunden bei der Einführung von GenAI zu helfen. Die Services reichen von strategischer Beratung über die Anwendungserstellung bis hin zu Implementierungsservices. Letztere basieren auf den oben beschriebenen Validated Designs. Hinzu kommen Dienstleistungen rund um die Anpassung der KI auf bestimmte Use Cases etwa im Kundenmanagement oder beim Erstellen von Inhalten. Last, but not least hat Dell hier auch Managed Services, Schulungen und gezielte Beratung im Portfolio.

Auch Dells Precision-Workstations finden ihren Platz im neuen GenAI-Kosmos. Sie sollen KI-Entwicklern und Data Scientists das lokale Entwickeln und Feinabstimmen von GenAI-Modellen ermöglichen, bevor diese dann in großem Umfang eingesetzt werden. Die Workstations können mit bis zu vier NVIDIA-GPUs der Reihe RTX 6000 Ada Generation geliefert werden. Sie sollen KI-Software-Frameworks um 80 Prozent schneller ausführen als die vorhergehend Generation.