Telefonica & AWS

5G-Kernnetz meets Amazon Cloud

16.09.2020
Von 
Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Telefonica will sein 5G-Kernnetz virtualisieren und zusammen mit grundlegenden Funktionen für neue Industrie-Lösungen in die Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services (AWS) verlagern.
Telefonica will wesentliche Funktionen seines 5G-Kernnetzes in die Amazon Cloud bringen.
Telefonica will wesentliche Funktionen seines 5G-Kernnetzes in die Amazon Cloud bringen.
Foto: Clavivs - shutterstock.com

"Wir bringen wesentliche Funktionen unseres 5G-Kernnetzes in die Cloud. Aus der hardwarezentrierten Technik wird so eine weitgehende Softwarelösung", kündigt Mallik Rao an, Chief Technology & Information Officer von Telefonica Deutschland/O2. Man werde die Cloud-Native-Softwarearchitektur von Ericsson als Bindeglied zu der Cloud-Lösung von AWS nutzen, um schnell und flexibel neue 5G-Industrieanwendungen in das eigene ultraschnelle Netz einbinden zu können.

Für Unternehmenskunden, die künftig 5G-Netzfunktionen auf Basis des Cloud-basierenden 5G-Kernnetzes nutzen wollten, ergäben sich Vorteile: Sie benötigten keine physikalische Kernnetz-Infrastruktur mehr an ihren Logistik- und Produktionsstandorten. Ein 5G-Funknetz (RAN) mit entsprechenden Antennen reiche aus. Telefonica Deutschland/O2 will über seine 5G-Cloud größeren und mittelgroßen Industrie- und Logistikunternehmen standardisierte Lösungen für ihre Logistik- und Fertigungsprozesse anbieten.

Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefonica Deutschland/O2.
Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefonica Deutschland/O2.
Foto: Telefonica, O2

Entwickler haben Zugriff auf AWS-Infrastruktur

Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit den Entwicklern der Kunden geplant. Dafür stellt AWS mit Outpost einen vollständig verwalteten Service bereit, über den die Entwickler von überall auf die Infrastruktur, Dienste und ihnen vertraute APIs und Tools von AWS zugreifen können.

Entwicklungs-, Bereitstellungs- und Betriebskosten sollen in der AWS-Cloud um 20 Prozent günstiger ausfallen. Genutzt werden sollen ausschließlich AWS-Server in Deutschland. Dem Carrier zufolge unterstützt die Cloud-Lösung Edge-Computing-Szenarien, so dass niedrige Verzögerungszeiten (Latenzen) im Netzbetrieb gewährleistet würden.