Erstes Update nach 3 Jahren

VirtualBox 7 verbindet sich mit der Oracle Cloud

17.10.2022
Von 
Paul Krill ist Redakteur unserer US-Schwesterpublikation InfoWorld.
Mit Version 7 seiner Virtualisierungssoftware VM VirtualBox unterstützt Oracle die Fernsteuerung von in der Cloud gehosteten VMs und ermöglicht es, virtuelle Maschinen vollständig zu verschlüsseln.
Oracle Virtualbox ist eine beliebte und gut ausgestattete Virtualisierungsumgebung.
Oracle Virtualbox ist eine beliebte und gut ausgestattete Virtualisierungsumgebung.
Foto: Oracle

Drei Jahre nach dem letzten Update hat Oracle mit VM VirtualBox 7 die neueste Version seiner plattformübergreifenden Open-Source-Virtualisierungssoftware vorgestellt. Die Lösung integriert sich in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zur Fernsteuerung von in der Cloud gehosteten virtuellen Maschinen. Zudem werden nun vollständig verschlüsselte VMs unterstützt. Ferner wurde die 3D-Videounterstützung verbessert und es gibt einen automatisierten VM-Builder.

VirtualBox 7 soll Entwicklern und verteilten Teams helfen, ihre Produktivität zu steigern, indem die Erstellung und Verwaltung von VMs vereinfacht und die Komplexität ihrer Konfiguration für die Cloud beseitigt wurde. Auch die Verwaltung mehrerer physischer Systeme wird in der neuen Version adressiert.

Dank der Integration von Oracle Cloud Infrastructure in VirtualBox 7 können Anwender Entwicklungs- und Produktions-VMs zentral verwalten, die entweder vor Ort oder auf OCI-Instanzen laufen. Dies funktioniert, wie es heißt, mit jedem von VirtualBox unterstützten Betriebssystem wie Linux, Windows und MacOS. Mit einem einzigen Befehl oder Tastendruck können Anwender eine VM von einem lokalen Host exportieren und auf OCI ausführen oder eine VM von OCI auf den lokalen Computer des Anwenders importieren. Cloud-Dienste von Wettbewerbern wie AWS oder Azure werden nicht unterstützt.

Weitere Funktionen von VirtualBox 7:

  • Eine verbesserte grafische Benutzeroberfläche vereinfacht die Verwaltung von VMs auf OCI- und lokalen Geräten und bietet ein zentrales Dashboard, das die von jeder VM verwendeten Ressourcen anzeigt.

  • Ein automatisierter VM-Builder beschleunigt die Zeit für die Erstellung und den Betrieb einer VM. Mit Hilfe einer unbeaufsichtigten Installationsfunktion oder Open-Source-Vagrant-Boxen können VMs in weniger als einer Minute in Betrieb genommen werden.

  • Für die vollständige Verschlüsselung von VMs wird eine AES-128-Bit- oder -256-Bit-Verschlüsselung für VM-Daten, Protokolle und Konfigurationsdateien verwendet, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

  • Verbesserte 3D-Unterstützung in VMs mit DirectX-11/OpenGL-Unterstützung. Es können 3D-Anwendungen ausgeführt werden, einschließlich Konferenzen und CAD.

  • Eine verbesserte verschachtelte Virtualisierung unterstützt die Ausführung von VMs mit vollständig virtualisiertem Microsoft Windows 10 und Windows 11, die standardmäßig Hyper-V erfordern.

Oracle VM VirtualBox kann hier heruntergeladen werden. Oracle stellt außerdem eine Developer Preview eines Installationspakets für macOS/Arm64-Systeme bereit, die eine Apple Silicon CPU verwenden, um einige Gastbetriebssysteme für Intel/AMD x86 CPUs in Emulation auszuführen. Bei der Vorschau handelt es sich um ein laufendes Projekt, das frühen Zugang zu noch nicht offiziell unterstützten Softwarefunktionen bietet. (mb)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der US-Schwesterpublikation Infoworld.