Bloomberg

Apples Reality-Headset erst zur WWDC

16.02.2023
Von 
Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Hardware und Software seien noch nicht bereit für einen Launch im April, den Apple ursprünglich anvisiert habe. Stattdessen werde es Juni.
Wie Apples Reality-Headset wirklich aussieht, werden wir nun wohl erst im Juni erfahren. Wenn es nicht vorher geleakt wird.
Wie Apples Reality-Headset wirklich aussieht, werden wir nun wohl erst im Juni erfahren. Wenn es nicht vorher geleakt wird.
Foto: Max kegfire / shutterstock.com

Kann man bei einem nicht angekündigten Produkt davon sprechen, dass es verschoben werde? Zumindest behauptet der in der Regel recht gut über die Vorgänge bei Apple informierte Bloomberg-Redakteur Mark Gurman, Apple werde sein für den April geplantes Reality-Headset um zwei Monate verschieben. Statt es auf einem Event im Frühjahr zu präsentieren, nutze man die Entwicklerkonferenz WWDC im Frühsommer dafür.

Der Grund seien Probleme mit den Prototypen, die Hardware und Software betreffen. Apple habe noch einige Fehler auszubügeln, bis es mit dem Produkt an die Öffentlichkeit gehen kann. Immerhin stehe der Namen des Geräts jetzt fest: Reality Pro soll es heißen.

Reality Pro: Was Apple damit vorhat

Das AR/VR-Headest wäre das erste Produkt einer neuen Kategorie, seitdem Apple die Apple Watch im September 2014 vorstellte und im Frühjahr 2015 in den Handel brachte. Die Zeichen verdichten sich, dass Apple in der Tat am Thema Augmented Reality und Virtual Reality arbeite. Das ferne Ziel könnte eine Brille sein, die ihren Trägern Informationen zur Umgebung oder andere Inhalte direkt in das Sichtfeld projiziert. Eine solche Technologie hätte das Potenzial, dereinst das iPhone abzulösen, vor Ende des Jahrzehnts wird Apple damit aber kaum auf den Markt kommen können, die konkrete Entwicklung habe das Unternehmen jüngst auf Eis gelegt.

Stattdessen konzentriere man sich auf ein Headset, das virtuelle Realität auf 3D-Bildschirme projiziert. Gesteuert werde das Headset mit seinen beiden Bildschirmen von Sony von Apples M2-Prozessor, berichtete Mark Gurman zuletzt. Die Steuerung erfolgt mit Blicken, Haupteinsatzgebiet sei die Kommunikation über Facetime, doch suche Apple auch nach konsumierbaren Inhalten, etwa von Disney. (Macwelt)