Windows 10

Neuen Benachrichtigungsassistenten in Windows konfigurieren

04.12.2018
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Die Ruhezeiten-Funktion, wie der Benachrichtigungsassistent in den ersten Windows-10-Versionen hieß, bot nur sehr spärliche Einstellmöglichkeiten. Mit dem April 2018 Update hat Microsoft dies geändert und dem Feature neue Optionen spendiert, die teilweise etwas versteckt liegen.

Konfiguration über das Info Center

Eine grobe Konfiguration ist über das Kontextmenü des Info-Centers möglich. Dessen Icon befindet sich im Systray an erster Position rechts. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol klicken, öffnet sich das zugehörige Kontextmenü. Bewegen Sie den Mauszeiger aufBenachrichtigungsassistent, klappt ein Untermenü mit drei Optionen aus:Deaktiviert,Nur mit PrioritätundNur Alarme.

Die Funktion ist per Default deaktiviert, was bedeutet, dass Windows alle Meldungen von Apps oder Kontakten anzeigt. Wenn Sie stattdessenNur mit Prioritätwählen, erscheinen nur spezielle Nachrichten aus der Prioritätsliste, undNur Alarmeunterdrückt alle anderen Benachrichtigungen außer Alarme, zum Beispiel des integrierten Virenscanners.

Konfiguration über Windows-Einstellungen

Während Sie über das Kontextmenü auf die Schnelle zwischen den drei Modi umschalten können, erfolgt das Feintuning allerdings über die Windows-Einstellungen.

In den Einstellungen navigieren Sie zu System / Benachrichtigungsassistent. Im rechten Bereich des Bildschirms sind die drei aus dem Kontextmenü bekannten Modi noch einmal aufgeführt, enthalten nun aber kurze Erläuterungen. Der wichtige Unterschied besteht darin, dass Sie unterNur mit Prioritätden LinkPrioritätsliste anpassen finden. Ein Klick darauf führt Sie zu einem Dialog, mit dessen Hilfe Sie festlegen können, welche Benachrichtigungen zulässig sind.

Anrufe, SMS und Erinnerungen aktivieren

Dieser Dialog ist in drei Abschnitte unterteilt. Anrufe, SMS und Erinnerungenist dann relevant, wenn Sie ein Smartphone, auf dem die Cortana-App installiert ist, mit Ihrem Rechner verknüpft haben. Die Assistentin zeigt dann standardmäßig verpasste Anrufe, Kurznachrichten oder sonstige Erinnerungen an.

Kontaktinformationen definieren

Im AbschnittKontakte konfigurieren Sie, ob Nachrichten von Ihren Kontakten eingeblendet werden dürfen. Vorgegeben sind hier die Kontakte, die Sie auf der Task-Leiste angepinnt haben. Die entsprechende Anwendung, etwa die Mail- oder Nachrichten-App, muss die Funktion aber auch unterstützen.

Anzeige der Softwareinformationen einschränken

In der RubrikApps schließlich lässt sich definieren, welche Programme Benachrichtigungen anzeigen dürfen. Per Default finden Sie zwei Xbox-Anwendungen. Über den Button App hinzufügen können Sie weitere Programme ergänzen - allerdings lediglich aus einer beschränkten Auswahl. Nach welchen Kriterien Microsoft hier vorgeht, ist nicht ersichtlich. So tauchte das freie Screenshot-Programm Greenshot in der Liste auf, nicht aber das auf dem Test-PC ebenfalls installierte Microsoft Office.

Automatische Regeln des Benachrichtigungsassistenten festlegen

Darüber hinaus können Sie auf der Einstiegsseite des Benachrichtigungsassistenten automatische Regeln nutzen. Damit lässt sich steuern, wann oder bei welchen Aktivitäten Sie nicht gestört werden wollen. Wenn Sie etwa generell alle Meldungen erhalten, aber in Ihrer Bürozeit von 8 bis 18 Uhr nur solche mit hoher Wichtigkeit angezeigt bekommen möchten, klicken Sie auf die per Default deaktivierte OptionZu diesen Zeiten. Anschließend ziehen Sie den Schalter auf die PositionEin, tragen Start- und Endzeit ein und legen als Fokus-EbeneNur mit Priorität fest. (hal)