Microsoft Office

Mehrere Dokumente in Word bequem zusammenführen

09.09.2019
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Um den Inhalt mehrerer Office-Dateien zu einem neuen Dokument zusammenzufügen, bietet sich Copy & Paste eher als Option für kleinere Aufgaben an. Für größere Operationen empfiehlt sich eine integrierte Funktionalität. Sie bietet einige Vorteile, dafür müssen Sie aber auch mit gewissen Einschränkungen leben.

Verschiedene Dokumententypen zusammenführen

Diese Funktion ist nicht nur auf das Word-Ökosystem beschränkt. Vielmehr können Sie auch andere Dateitypen verwenden, zum Beispiel TXT, ODT, PDF, HTML oder XML, und sie untereinander sogar mischen. Das kann etwa hilfreich sein, wenn Sie schnell ein Dokument mit Zeugnissen zusammenstellen wollen, die in unterschiedlichen Formaten vorliegen.

Dokumente in Word zusammenführen

Am besten beginnen Sie mit einem neuen, noch leeren Word-Dokument und wechseln zum Tab Einfügen. Nun klicken Sie in der Gruppe Text auf den Pfeil neben dem Objekt-Icon und wählen Text aus Datei.

Daraufhin öffnet sich ein Fenster mit dem Datei-Explorer, in dem man ein oder gleich mehrere Files selektieren kann. Im Pulldown-Menü neben dem Feld Dateiname sind als Typ Alle Word-Dokumente vorausgewählt. Das dürfte die Mehrzahl der Anwendungsfälle abdecken, denn darunter versteht Microsoft nicht nur Dateien mit den diversen DOC-Endungen, sondern unter anderem auch PDFs und ODTs. Letzteres gehört zur OpenDocument-Familie und wird etwa von LibreOffice und OpenOffice unterstützt. Über den Eintrag Alle Dateien haben Sie zudem die freie Auswahl, wobei Sie jedoch damit rechnen müssen, dass Word an der Konvertierung bestimmter Dateitypen scheitert.

Teilbereiche eines Dokumentes zusammenführen

Mit einem Klick auf den Button Bereich lassen sich auch nur bestimmte Teile eines Dokuments einfügen. Diese Option ist allerdings stark eingeschränkt, da sie lediglich anhand von Textmarkennamen oder eines Excel-Zellbereichs funktioniert. Der Versuch, etwa die Seiten 3 und 4 aus einem PDF auf diese Weise zu importieren, schlug fehl. Merkwürdigerweise scheiterte Word auch an einem Excel-File, obwohl der Bereichs-Button explizit erlaubt, einen Zellbereich anzugeben. Darüber hinaus setzt diese Möglichkeit voraus, dass Sie den Inhalt beziehungsweise die Struktur der betreffenden Datei exakt kennen.

Umgang mit PDF-Dokumenten

Nicht native Formate, beispielsweise PDFs, werden automatisch konvertiert. In diesem Fall erscheint ein kurzer Hinweis. Etwas Geduld sollten Sie hierfür allerdings je nach Größe des Dokuments schon mitbringen. Kurzfristig kann es sogar den Anschein haben, als sei Word abgestürzt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch, nicht Dutzende umfangreicher Dateien in einem Arbeitsgang zusammenzuführen, sondern schrittweise vorzugehen.

Fazit

Trotz gewisser Einschränkungen bietet diese Word-Funktion einen großen Vorteil: Die Inhalte der zusammengeführten Files, etwa Text aus PDFs, lassen sich anschließend in Word bearbeiten. Auf eine exakte Übernahme grafischer Elemente sollte man sich indes nicht verlassen. (hal)